In Kobarid verwandelt ein engagiertes Team regionale Milch, Wildpflanzen, Mehle und Fische in Gerichte, die neugierig machen statt zu blenden. Langjährige Partnerschaften mit Schäfern, Müllern, Fischerinnen und Gärtnern erlauben radikale Saisonalität. Jeder Gang wirkt wie ein Spaziergang: mal moosig, mal kieselig, mal blumig, immer respektvoll. Weltweite Anerkennung bleibt Mittel, nicht Ziel.
Zwischen Holztafeln und nassen Stiefeln liegen Schätze: frische Schafskäse, Eintöpfe mit Gerste, Kräuterfrittata, Apfelkompott. Hüttenwirte kennen Wolkenarten und Gehzeiten, genauso wie Reifegrade. Wer ankommt, bekommt Wärme zuerst als Blick, dann als Schüssel. Diese Orte beweisen, dass Einfachheit anspruchsvoll ist, wenn sie ehrlich gekocht und mit würdigem Rohstoff gedacht wird.
Eine neue Generation fermentiert Reste, backt Buchweizenbrioche, räuchert Forellenhäute, kocht Sirupe aus Fichtensprossen. Sie erklären Gästen Herkunft, laden Höfe ein, schreiben Produzenten auf die Karte und zeigen, dass Verantwortung köstlich sein darf. Fehler werden geteilt, Erfolge gefeiert, und aus gemeinsamen Lernerfahrungen entsteht eine Küche, die lange bleiben möchte.