Der knoblauchige Duft von frisch zerriebenen Blättern ist dein wichtigster Hinweis. Verwechslungen mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen können gefährlich sein. Achte auf einzelne Blattstiele, matte Blattunterseiten und den typischen Geruchstest. Sammle nur dort, wo du zu hundert Prozent sicher bist, und meide gestresste, straßennahe Bestände.
Mit Handschuhen und Schere schneidest du die obersten, jungen Triebspitzen. Kurz blanchiert verliert die Brennnessel ihr Brennen und liefert Eisen, Kalzium und Chlorophyll. Als Tee, Pesto oder Suppe stärkt sie nach dem Winter. Schneide versetzt, damit Pflanzen nachtreiben können, und lasse Insekten freundliche Rückzugsorte stehen.
Auf sonnigen Hängen mit mageren Wiesen zeigt die gelbe Schönheit ihre Kräfte. Aus Blüten entstehen Hustensirup und Teemischungen mit mildem Schleimlösungseffekt. Beachte regionale Schutzbestimmungen und nimm nur sparsam, lieber ergänzend auf kultivierte Ware ausweichen. Trockne behutsam im Schatten, um Farbe, Duft und wohltuende Inhaltsstoffe zu bewahren.





